Krankheitsverarbeitung und bewältigung
Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark). Die Ursachen werden intensiv beforscht und immer besser verstanden, sind jedoch bislang nicht abschließend geklärt. In Deutschland sind etwa 300.000 Menschen betroffen.
Die MS ist die häufigste neurologische Ursache für eine dauerhafte Behinderung bei jungen Erwachsenen.
Sie gilt als Autoimmunerkrankung, wobei genetische Faktoren, Umweltfaktoren und der Lebensstil eine wichtige Rolle spielen.
Ziele
- Stärkung der Eigenverantwortung
- Informationsvermittlung
- Vermittlung von Strategien zur Krankheitsbewältigung
- Vorbeugung somatischer und psychischer Komplikationen (Depressionen)
- Verbesserung der Compliance
- Vermeidung inadäquater Berentung („Panikberentung“)
- Erhalt der Lebensqualität
- Entlastung der Angehörigen
Das REMUS-Programm richtet sich an Patienten, die sich akut mit der Erkrankung MS auseinandersetzen wollen oder müssen, also solche, bei denen die Diagnose „MS“ gerade erst gestellt wurde oder die zum ersten Mal bewusst krankheitsbedingte Verluste oder Einbußen an Fähigkeiten erleben. Damit sind bei diesen Patienten neue Anpassungsvorgänge und die Auseinandersetzung mit der Krankheit und den nachfolgenden funktionellen Einschränkungen unumgänglich geworden. Das Alter sollte zwischen 18 und 50 Jahren liegen. Bei dem REMUS-Programm handelt es sich um ein dreiwöchiges Zusatzprogramm mit 12 Wochenstunden, das im Rahmen einer stationären Rehabilitationsmaßnahme im Quellenhof neben dem üblichen, störungsspezifischen Rehabilitationsprogramm durchgeführt wird.
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